Back to the Roots

Im 1/32-Final des Mobiliar Ligacups traf der UHC Riehen auf den 1. Liga-Gegner UHC Oekingen. Es war allen Beteiligten klar, dass dies kein einfaches Spiel sein würde. Denn die Ö-Queens, wie sie sich nennen, sind mehrfache Cupsiegerinnen, Schweizermeisterinnen und einige sogar Weltmeisterinnen. Ausserdem sind sie keine unbekannten Gegnerinnen des UHC Riehens, denn nach unzähligen Meisterschafts- und Cupbegegnungen kennt man sich bestens. Also war in den Wochen bis zum Spiel klar, dass Jung und Alt sich optimal auf das Spiel vorzubereiten hätten. Motiviert wurden Technik, Laufwege und Konter trainiert, und so gut wie möglich optimiert.

So hiess es dann am 13.9.2025 um 14:30 Anpfiff in Subingen. Für einige war es das Debüt. Luana Mendelin, die vor 5 Jahren ihren Rücktritt bei Unihockey Basel Regio bekanntgegeben hatte, hat sich zum Vorteil der Riehenerinnen, dazu entschieden, ihr Comeback bei ihrem Erst-Verein zu geben. Fiona Messmer, die beim vorherigen Cupspiel leider noch nicht ihr Können zeigen durfte, wusste, dass sie viel Spielzeit bekommen würde. Denn Riehen reiste mit nur 9 Feldspielerinnen und einer Goalie-Frau an.

Trotz früher Führung für Oekingen (1:0), zeigte der UHC Riehen in der Startphase viel Selbstvertrauen. Lena Messmer glich erst zum 1:1 aus und traf wenig später sogar zum 2:2.

Als Fiona Messmer in der 6. Minute zur 1:2-Führung einschoss, war nicht nur der Underdog plötzlich vorne, sondern auch ihr Debüt-Goal bei der 1. Liga abgehakt.

Doch der UHC Oekingen liess sich davon nicht beeindrucken. Mit starkem Pressing, cleverem Passspiel und hoher Effizienz vor dem Tor drehte das Heimteam das Spiel bis zur ersten Drittelpause auf 8:3.

Im zweiten Drittel wurde der Unterschied zwischen den beiden Teams immer deutlicher. Riehen hatte in den ersten paar Minuten Mühe wieder ins Spiel zu finden, was von Oekingen konsequent ausgenutzt wurde. Nur Cécile Erbsland konnte mit ihrem Treffer zum 4:13 für einen kurzen Lichtblick sorgen.

Trotz Einsatzbereitschaft und einigen guten Paraden der Riehener Goalie-Frau lautete der Spielstand nach 40 Minuten bereits 15:4.

Auch im Schlussdrittel blieb der UHC Riehen chancenlos. Oekingen nutzte seine Überlegenheit clever aus und erhöhte bis dreissig Sekunden vor Schluss auf 19:4. Ab da galt für die Riehenerinnen die Devise, das 20:4 noch mit allen verbliebenen Kräften zu verhindern. Die Riehenerinnen kämpften bis zum Ende, fanden jedoch keine Mittel mehr, offensiv gefährlich zu werden.

Das Cup-Abenteuer des UHC Riehen endet somit früh mit der 19:4 Niederlage. Die starke Anfangsphase mit einer zwischenzeitlichen Führung war ein Zeichen, dass Riehen offensiv Akzente setzen kann. Für die kommenden Meisterschaftsspiele gilt es nun, die gelernten Fortschritte noch mehr zu verfeinern und das Wissen zu verinnerlichen, dass der Wechsel in die stärkere Meisterschaftsgruppe nicht das Liga-Aus bedeuten muss, und man doch noch den eint oder anderen Akzent setzen kann und wird.