Nach dem klaren Sieg im ersten Spiel der Best-of-Three Serie gegen die Jona-Uznach Flames vor Ostern, stand am vergangenen Samstag das Heimspiel an, in dem die Riehenerinnen den Ligaerhalt hätten sichern können. Zahlreiche Gäste füllten die Niederholzhalle in Erwartung eines Riehener Sieges und des Abschlusses der Saison.
Doch die Gäste aus Jona wollten die Party verschieben und konnten unbeschwert aufspielen. Riehen hingegen schien trotz des klaren Resultats im ersten Spiel nicht den Fokus zu finden. Auf erzielte Treffer erhielt man postwendend Gegentreffer und so wog das Spiel hin und her, ohne dass sich ein Team absetzen konnte. Dies spielte den Gästen in die Hände und schien Riehen zu hemmen. Ein knapper Vorsprung wurde so im letzten Drittel noch in den letzten Minuten verspielt, als Jona die letzte Chance wahrnahm und das Spiel mit 7:6 gewinnen konnte.
Diesen Rückschlag mussten die Riehenerinnen zuerst einmal verdauen. Doch es blieb nicht viel Zeit, denn weniger als 24 Stunden später war das dritte und entscheidende Spiel angesetzt. Der Gedanke, dass das Unvorstellbare doch noch geschehen könnte, schwebte wie ein Damoklesschwert über der regnerischen und trüben Anreise. Doch wer gedacht hatte, dass die Riehenerinnen dem Druck nicht standhalten würden, sah sich getäuscht.
Von der ersten Sekunde an waren sie voll fokussiert und schon nach 30 Sekunden war der Traumstart perfekt und eine weitere halbe Minute später zappelte der Ball zum zweiten Mal im St. Galler Tornetz. Mit einem 3:1 Vorsprung ging es in das zweite Drittel, in welchem Riehen das Spiel fast vollständig kontrollierte und den Vorsprung kontinuierlich auf 7:1 ausbauen konnte. Im letzten Drittel erhöhte Jona den Druck kontinuierlich und ersetzte als letzte Massnahme auch die Torhüterin durch eine zusätzlich Feldspielerin. Auch wenn sie nochmals etwas näher herankamen, konnte Riehen entgegenhalten und so endete das Spiel und die Saison für Riehen mit einem wohlverdienten 10:4 Sieg.
«In diesem Alles-oder-Nichts Spiel haben besonders die jungen Spielerinnen eine mentale Grösse gezeigt, die mich sehr beeindruckt hat. Wir sind sehr glücklich darüber, dass wir in der höchsten Kleinfeldliga verbleiben können und den Druck der Abstiegsspiele hinter uns lassen können», war Trainer Niederbergers Fazit nach dem Spiel. So geht eine länger als erwartete Saison mit vielen Hochs und Tiefs doch noch mit einem Lächeln im Gesicht zu Ende.
