Die Damen des UHC Riehen spielten am vergangenen Samstag in der Niederholzhalle im Cup gegen die amtierenden Cupsiegerinnen aus Oekingen. Daher waren die Erfolgschancen eher gering, und so ist auch die 1:10-Niederlage relativ zu betrachten.
Nach einer eher als durchzogen zu bezeichnenden letzten Saison, die mit dem erfolgreichen Abwenden des Abstiegs endete, standen die Damen zum Auftakt der Saison mit neuem Selbstvertrauen vor der ersten Runde im Ligacup. Allerdings meinte es die Glücksfee nicht gut mit den Riehenerinnen, denn als erste Gegnerinnen wurden ihnen die Siegerinnen der letztjährigen Austragung zugelost – ein sehr schwerer Gegner, insbesondere angesichts der Tatsache, dass sie nebenbei auch noch Schweizer Meisterinnen sind und etliche Nationalspielerinnen in ihrem Kader haben.
So waren die Erwartungen schon vor Spielbeginn gedämpft, auch wenn der Cup sicherlich schon einige Überraschungen hervorgebracht hatte. Eine kleine Chance auf den Erfolg blieb, denn auch dieses Spiel begann beim Stand von 0:0. Und es kam sogar noch besser: Nach sieben Minuten ging das Heimteam durch Luana Bosshard mit 1:0 in Führung. Diese Führung hatte bis etwa zur 15. Minute Bestand, ehe die Gäste ausgleichen konnten.
Bis zu diesem Zeitpunkt war es tatsächlich ein eher ausgeglichenes Spiel. Die Riehenerinnen konnten viele Angriffe bereits im Keim ersticken und auch eigene Chancen herausspielen. Der Ausgleich führte allerdings dazu, dass der Spielplan etwas vernachlässigt wurde und den Gegnerinnen Möglichkeiten zugestanden wurden, welche diese leider eiskalt ausnutzten. Bis zur ersten Drittelspause spielten sie sich so einen Drei-Tore-Vorsprung heraus.
Im Mitteldrittel konzentrierten sich die Hausherrinnen wieder auf ihre Stärken und liessen die Gegnerinnen wiederholt auflaufen. Leider durchkreuzten verschiedene Strafen den Plan, und die beiden Gegentore fielen in Unterzahl. Mit dem gegebenen Rückstand und dem Ziel, vielleicht doch noch etwas zu bewegen, wurde das Risiko Schritt für Schritt erhöht. In den letzten zehn Minuten wurde zudem immer wieder die Torhüterin gegen eine vierte Feldspielerin ausgetauscht. Dies zahlte sich jedoch nicht aus, und Oekingen erhöhte den Vorsprung kontinuierlich bis zum erwähnten Schlussresultat.
Damit ist das Abenteuer Cup beendet, bevor es richtig losgegangen ist. Die Riehenerinnen werden am 4. Oktober bei ihrer Heimrunde in Riehen in die Meisterschaft einsteigen. Nach einigen Abgängen und Neuzugängen ist eine Prognose schwierig, insbesondere weil in der Gruppe, in der gespielt wird, neben den Meisterinnen aus Oekingen auch gegen alle anderen Playoff-Halbfinalistinnen gespielt wird.
