Im malerisch, am Zugersee gelegenen Cham, starteten die A-Juniorinnen des UHC Riehen in die Saison 2026/27. Gegen Unihockey Fricktal und UHT Semsales nahm man sich vor, das in den Trainings gelernte nun erstmals auch in einem Ernstfall anzuwenden.
Gegen Fricktal starteten die Riehenerinnen etwas verhalten. Trotz spielerischer Überlegenheit und einigen guten Chancen konnte kein Ball im Tor der Gegnerinnen untergebracht werden. Im Gegenteil, schon nach wenigen Minuten lag Fricktal durch einen Doppelschlag in Front. Doch die Riehenerinnen nahmen diesen Rückstand ziemlich unbeeindruckt hin und trafen kurz darauf zum Anschluss. Der Druck Riehens war immens, die Bälle wurden an der gegnerischen blauen Linie gewonnen und man schnürte Fricktal richtiggehend ein. Das Glück auf Riehener Seite hielt mit diesem Effort Einzug und so konnte man den Rückstand in einen 2-Tore-Vorsprung verwandeln. Mit dem Treffer zum 5 zu 2 aus Riehener Sicht war dann auch der Widerstand gebrochen, Riehen powerte weiter und liess erst in der Schlussphase des Spiels beim Stand von 8:3 etwas locker, was sofort mit Chancen für Fricktal beantwortet wurde. Diese konnten aber von der Riehener Torhüterin grösstenteils zunichte gemacht werden, der Treffer zum 4:8 Endstand war letztlich nur Resultatkosmetik.
Um sich die überaus lange Pause von 3 Spielen etwas kürzer zu machen, beschlossen die Riehenerinnen, den nahen Zugersee aufzusuchen. Nach einer Stärkung und Ruhepause wechselte versuchte man sich polysportiv: Beim Minigolf war die Devise klar: Das Runde muss möglichst direkt ins Runde (und für einmal nicht ins Eckige)! Mit Hole-in-Ones, Golfbälle-Suchen im Gebüsch und jeder Menge Spass verging die Spielpause wie im Flug und die kurzerhand gegründete Minigolf-Sektion des UHC Riehen machte sich wieder auf zu ihrer angestammten Sportart.
Es war klar, dass mit Semsales ein nicht zu unterschätzender Gegener im zweiten Spiel wartete. Riehen benötigte 10 Minuten, 2 Gegentore und mehrere Grosstaten der Torhüterin, um sich an die etwas ruppigere Gangart der Waadtländerinnen zu gewöhnen. Doch von dort an hielt man dagegen und konnte durch einen geklauten Ball vor dem gegnerischen Tor den Anschlusstreffer erzielen. Defensiv stand man nun sehr stabil, schliesslich hatte man die Angriffsauslösung der Gegenerinnen durchschaut und liess für den Rest der 1. Halbzeit nichts mehr anbrennen. In der Offensive konnten auch einige Nadelstiche gesetzt werden, allerdings lag der Ausgleich noch nicht drin. Für die zweite Halbzeit galt somit: Man musste den Einsatz und die defensive Schwerarbeit beibehalten und offensiv noch eine Schippe drauflegen. Kurz nach Wiederanpfiff zappelte der Ball durch einen trockenen Drehschuss im Tor von Semsales. Auch der vorübergehende Führungstreffer von Semsales tat der Riehener Spielfreude keinen Abbruch, konnte doch das Resultat schon nach wenigen Zeigerumdrehungen wieder ausgeglichen werden. Mehr noch, die Riehenerinnen belohnten sich für ihre Arbeit und erzielten den mustergültig herausgespielten Treffer zur 3:4. Semsales antwortete mit dem Ausgleich, worauf Riehen mit einem Kracher in die linke untere Ecke die erneute Führung markierte. Diese liess sich Riehen nicht mehr nehmen, man erhöhte auf 4:6. Semsales ersetzte nun die Torhüterin durch eine vierte Feldspielerin, worauf das 4:7 durch einen Freistoss aus der eigenen Ecke, welcher direkt ins verwaiste Tor der Waadtländerinnen flog, resultierte. Damit war 1.5 Minuten vor Schluss das Spiel entschieden und die Riehenerinnen belohnten ihre starke Willensleistung mit dem achten Tor, welches 16 Sekunden vor Schluss fiel.
Die Riehenerinnen dürfen auf zwei starke Spiele zurückblicken, in welchen mit spielerischen Mitteln, einer kleinen Portion Wut im Bauch und sehr viel Support auf und neben dem Feld der nahezu perfekte Einstand in die neue Saison gelang.
