Vergangene Woche gab es in Riehen einen Grund zum Feiern: Der UHC Riehen wurde 35 Jahre alt. Am Dienstagabend versammelten sich junge und erfahrene, aktive und passive Mitglieder des Vereins im Landgasthof, um den Geburtstag gemeinsam zu feiern. Bei Speis und Trank liess man vergessene Erinnerungen wieder aufleben und konnte von den Gründungsmitgliedern des Vereins Gerüchte um die sagenumwobene Gründungsnacht überprüfen lassen. Mit Thomas Baier eröffnete ein solches Gründungsmitglied den Anlass offiziell mit einer Rede. Anhand verschiedenster Artefakte aus den ersten Kapiteln der Vereinsgeschichte blickte er sowohl auf die Entwicklung des Vereins als auch auf die des Unihockeysports in der Region Basel zurück. Eingestimmt auf eine Geschichtsstunde und gesättigt von einem reichhaltigen Apéro strömten die Anwesenden in den Parksaal. Dort erwarteten Moderator Joris Fricker und illustre Podiumsgäste das Publikum.
Vereinslegenden Susanne Hubler, Florian Mathys und Thierry Meister schwelgten in Erinnerungen über die Vereinsgeschichte und ihre persönlichen Erlebnisse. Fricker sprach mit den UHC Riehen Urgesteinen über die Entwicklung des Sports, des Vereins und die Highlights ihrer Sportkarrieren. Gebannt lauschten die Anwesenden den Erzählungen über den legendären «Schiebeschlagschuss», Banden aus Massivholz und fragwürdige Entscheidungen bei der Trikotgestaltung. Dabei stellte sich unter anderem heraus, dass sich der Sport in diesen dreieinhalb Jahrzehnten stark verändert hat. So war man zu Anfangszeiten froh, wenn der Ball überhaupt den Boden verliess, während die jungen Spieler:innen heutzutage damit wetteiferten, wer die gekrümmteste Schaufel am Stock vorweisen kann. Eine weitere Veränderung betraf die Trikotgestaltung. In den ersten Jahren hatte jedes Team innerhalb des Vereins komplette Gestaltungsfreiheit bei seinem eigenen Trikotsatz. Mit dem gewonnenen legendären Trikotsponsor «Sam’s Pizzaland» fand diese Praxis ihr Ende, seitdem gehen die Teams des UHC Riehen in einem einheitlichen Trikot auf Punktejagd.
Neben den erfahrenen Mitgliedern kamen auch die Jüngsten zu Wort. In voraufgezeichneten Interviews, beantworteten die Junioren des UHC Riehen die Fragen, die Joris Fricker bereits den Podiumsgäste gestellt hatte. Von altbekannten Unihockey-Weisheiten (Nach einem erzielten Tor hat höchstens ein kleiner Jubel zu folgen.) bis zu innovativen Ansätzen (Ein anständiger Stock braucht eine goldene Schaufel.), war unter den Antworten der jungen Unihockeyaner:innen alles dabei.
Nach dem multimedialen Podiumsgespräch eröffnete Fricker die Fragerunde. Darin wurde unter anderem darüber diskutiert, wie sich denn die Unihockey-Terminologie in den letzten 35 Jahren verändert habe. Ein eindeutiger Trend zu Anglizismen wurde festgestellt, welcher in den Trainings für das ein oder andere Missverständnis sorgte.
In der Stube des Landgasthofs liess man den Abend locker ausklingen. Jung und Alt waren sich einig: So darf es auch die nächsten 35 Jahre weitergehen.
Autor: Gian Gaggiotti
Bilder von dem Abend auf flickr
