Nach einer durchzogenen Saison musste Riehen als Zweitletzter der Tabelle in die Auf-/Abstiegs-Playoffs und kämpfte am vergangenen Sonntag auswärts gegen die Jona-Uznach Flames um den Verbleib in der Liga. Die St. Gallerinnen waren ihrerseits als Viertplatzierte ihrer 2.-Liga-Gruppe eher überraschend in diese Rolle gerückt, nachdem mehrere besser platzierte Teams freiwillig auf einen Aufstieg verzichtet hatten.
Trotz der klaren Favoritenrolle startete Riehen nervös in die Partie. Die ungewohnte Situation, gegen den Abstieg spielen zu müssen, war den Spielerinnen anzumerken. Zwar gelang bereits nach rund zwei Minuten der Führungstreffer, doch die Flames glichen postwendend aus. Mit viel Selbstvertrauen und Unbeschwertheit setzten die Gastgeberinnen immer wieder gefährliche Konter. Die Anfangsphase gestaltete sich ausgeglichen, auf beiden Seiten sorgten Pfostenschüsse für zusätzliche Spannung.
Zur Mitte des ersten Drittels musste Riehen nach einer Strafe in Unterzahl agieren. Dank aggressivem Forechecking liessen die Gäste jedoch kaum ein geordnetes Überzahlspiel zu. Auch eine eigene Überzahlsituation blieb ungenutzt. Erst in den Schlussminuten des ersten Drittels gelang die Vorentscheidung: Mit Treffern von Lena Messmer und Jael Feusi setzte sich Riehen auf 3:1 ab und ging mit einem beruhigenden Vorsprung in die Pause.
Mit der Führung im Rücken legte Riehen die Nervosität ab und fand zunehmend zu seinem Spiel. Die Gäste agierten nun souveräner, während Jona-Uznach Mühe mit dem Tempo und der konsequenten Defensivarbeit bekam. Drei schnelle Tore zur Spielmitte sorgten für klare Verhältnisse, und noch vor der zweiten Pause erhöhte Riehen auf 7:1. Im Schlussdrittel kontrollierte Riehen das Geschehen endgültig und baute den Vorsprung kontinuierlich aus. Am Ende stand ein deutlicher 12:2-Auswärtssieg.
«Wir haben heute vieles richtig gemacht und auswärts einen wichtigen, eindrücklichen Grundstein für den Ligaerhalt gelegt. Ich bin stolz darauf, wie die Frauen diese Aufgabe angenommen haben – besonders die jungen Spielerinnen haben eine grossartige Leistung gezeigt», analysierte Trainer Niederberger.
Bereits am Samstag, 11. April, bietet sich den Riehenerinnen die Chance, den Ligaerhalt endgültig zu sichern: Um 17.30 Uhr steigt das Heimspiel in der Niederholzhalle.
